Mehr Traffic an DC-Ladepunkten

DC-Ladepunkt
Wie aktuelle Analysen ergeben, werden Schnellladesäulen von Besitzern eines E-Autos bevorzugt genutzt

An DC-Ladepunkten erreichen E-Autos innerhalb von 30 Minuten bis zu 80 Prozent ihrer Batteriekapazität. Hinzu kommt der Ausbau an immer mehr relevanten Stellen wie Tankstellen, Super- und Baumärkten. Sie sind aus dem Alltag von Besitzern eines E-Autos nicht mehr wegzudenken, während Normalladepunkte (AC) im öffentlichen Raum scheinbar ihre Attraktivität verlieren.

Die Zeitschrift Edison berichtet zuletzt im Charging Radar, dass DC-Ladepunkte im öffentlichen Raum deutlich mehr genutzt werden. Dies geht aus einer unabhängigen Analyse von Cirrantic hervor, einem Lieferanten von Informationen zum Laden von Elektrofahrzeugen. AC-Ladepunkte kommen pro Tag auf durchschnittlich 0,63 Ladevorgänge, während DC-Ladepunkte 2,5 Ladevorgänge abwickeln. Weiterhin soll es auch zu einer Annäherung der Preise kommen. Ende April 2026 lag laut dem Charging Radar der Durchschnittspreis an Schnellladesäulen bei 68 Cent pro Kilowattstunde, wo hingehen an Normalladesäulen im Vergleich 66 Cent pro Kilowattstunde berechnet wurden. 

AC-Lader am Stellplatz
Camper mit E-Autos freuen sich über eine wachsende Zahl von AC-Ladern an den Stellplätzen

50% mehr Lade-Sessions im Vergleich zum Vorjahr zeigen, dass sich Elektrofahrzeuge in Deutschland etablieren. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurde Anfang 2026 erstmals die Marke von zwei Millionen zugelassenen Fahrzeugen mit reinem Elektroantrieb überschritten. Laut Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur waren im Juni 2026 knapp 152.900 Normalladepunkte und 53.290 Schnelladepunkte in Betrieb. Eine bessere Ladesäuleninfrastruktur, ein stabileres Preisniveau sowie eine sinkende Preisdifferenz zwischen AC- und DC-Ladepunkten machen Elektroautos nicht nur zunehmend zu einer effizienten Alternative zum Verbrenner, sie werden auch für Langstrecken interessanter. 

Für Wohnmobil-Reisende mit einem E-Fahrzeug spielen AC-Lader voraussichtlich auch zukünftig eine wichtige Rolle. Sobald der Zielort erreicht ist, wird das Fahrzeug in der Regel für einige Zeit am Stellplatz geparkt und bis zur Rückreise oft nur noch unregelmäßig bewegt. Schnelle Ladezeiten können dann untergeordnet werden, wichtiger ist eine kontinuierliche Stormversorgung. Die deutlich geringeren Anschaffungskosten von AC-Ladestationen ermöglichen es Campingplätzen, Stellplatz-Anbietern und Gemeinden eine entsprechende Infrastruktur zu schaffen, die auch zu den Bedürfnissen von E-Campern passen.